Freitag, 29. Juli 2016

Gedankenfreiheit

Ich stehe auf Klippen und sehe hinaus auf das offene Meer.
Immer wieder fasziniert von dieser unendlichen Weite,
der Tiefe, der Mystik.
Wenn die Sonne das Wasser in ein leuchtendes Rot taucht
erscheint mein Leben vor meinem inneren Auge.
Stets habe ich mir gewünscht voran zu gehen,
das Leben zu akzeptieren wie es ist.
Das Hier und Jetzt zu leben.
Doch es ist mir nicht gelungen.
Eine Träne fällt von meinem Kinn hinunter,
in unendliche Tiefen.
Ich habe in der Vergangenheit gelebt, aber meistens mit den Gedanken in der Zukunft.
Habe mich irgendwo zwischen damals und gleich verloren.
Mit meinen Gedanken noch in der Trauer und mit dem Körper in der gnadenlosen Welt der Erwachsenen.
Gefühle in der Kindheit gelassen, den Körper in die Zukunft mitgenommen,
die nun Realität ist.
Ich stehe so dort, erstarrt, wo sind die Jahre geblieben?
"Vorbei.", flüstert der Wind, "Vorbei!"
Die Sonne ist im Meer verschwunden.
Wieder ein Tag der an mir vorüber zog,
nein, ein Monat, doch ein Jahr - 
eigentlich mein Leben.

Lauri <3

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