Da komme ich also nach der ein oder anderen Zeit wieder und Blogger hat sein Design verändert O.o?!
Hallo ihr Lieben,
erst einmal DANKE für eure Kommentare zu meinem letzten Post und ENTSCHULDIGUNG,
dass ich nicht geantwortet habe.
Das soll sich definitiv wieder bessern.
Seit meinem letzten Post ist so viel passiert.
Ich war krankgeschrieben - ganze vier Wochen.
Danach wurde ich ins Home office geschickt - keine Klientenkontakte mehr.
Ich hatte noch drei persönliche Gespräche mit meiner "Chefin", ein unangenehmes Telefonat und dann bin ich GEGANGEN!
Bei diesen Treffen sind Sätze gefallen wie:
"Aufgrund deiner Unsicherheit solltest du dringend mal eine Therapie machen.",
"Du stehst in meiner Existenzkette GANZ AM ENDE.",
"Du bist schlimmer als manche meiner pubertierenden Teenager."
Wie es dazu kam?
Der erste Satz war das Ergebnis eines Gesprächs mit einer Kollegin die fragte, wie es mir ginge und welche Idee ich hätte, dass es in der Arbeit mit den Familien nicht so läuft (abgesehen davon, dass mir die Arbeit nicht liegt, keinen Spaß macht). Ich sagte ihr, ich fühle mich unsicher. Dies muss sie meiner Chefin gesagt haben, die dann noch meinte, meine Kollegen seien keine Therapeuten.^^
Der zweite Satz fiel, nachdem ich mich für die Sache mit dem Urlaub noch einmal entschuldigt hatte.
Der dritte Satz fiel, nachdem ich vergessen hatte ihr zu sagen, dass ich Montag vor zwei Wochen Uni habe.
Wenn ich das so lese, fehlen mir noch immer die Worte.
Am Freitag vor drei Wochen dann jenes Telefonat, wo ich wieder mal spontan eine Schulbegleitung übernommen hatte (eigentlich Erzieheraufgabe und keine für Sozialarbeiter) und sie mich mitten im Unterricht anrief.
Als ich sie in der Pause zurückrief knallte sie mir das mit dem Teenager an den Kopf und ich möge mir doch bitte bis Montag (11.5.) überlegen, ob ich noch mit ihr arbeiten wollen würde, sie fänd die Zusammenarbeit mit mir zunehmend schwieriger.
Wow.
Danach flossen Tränen.
Ich (ver-)zweifelte an mir selbst, überhäufte mich mit Vorwürfen, führte viele reflektierende und beratende Gespräche, sprach am 11.5. dann mit meiner Dozentin an der Hochschule, wurde von Kommillitonen bestärkt und entschied mich dann am Nachmittag zu gehen!
Diese Stelle hinter mir zu lassen!
Jetzt bin ich so froh gegangen zu sein, mir geht es so viel besser. Gleichzeitig ist die Depression da, die Hoffnungslosigkeit und die Frage danach, wie es nun weitergeht. Von der Anorexie wollen wir jetzt mal nicht schreiben...
Was ich bisher geleistet habe wird mir angerechnet, sodass ich bei einer neuen Stelle nur noch die Hälfte arbeiten müsste und ich habe von der Uni aus keinen Zeitdruck eine neue Stelle finden zu müssen. Doch, wo soll ich hin? Gibt es einen Ort, der meinen Bedürfnissen entspricht? Den ich durchhalten kann?
Jetzt standen und stehen erst einmal eine Reihe Arzttermine an (Hautarzt, Endokrinologe, Psychiaterin, vllt Hausarzt wegen meines Magens). Durch den Stress bei der bisherigen Arbeit habe ich nicht nur Magenprobleme bekommen, sondern jetzt auch Hautprobleme. Starke Akne, Entzündung hinter den Ohren, Ekzem auf der Kopfhaut, trockene schuppige Haut (sry für die Info). In zwei Monaten muss ich wieder ins Hautzentrum und dann geht die Behandlung weiter. Am Dienstag muss ich zum Endokrinologen, weil ich einmal im Jahr meine Schilddrüse kontrollieren lasse (Hashimoto) und mein Hautarzt meinte, ich solle mal fragen, ob der Endokrinologe auch meine Hormone bestimmen kann, weil die auch ein Grund für meine schlechte Haut sein können. Am Freitag dann die Psychiaterin. Und weil mein Magen wieder vermehrt Probleme bereitet, vllt noch Hausarzt, aber das entscheide ich kommende Woche.
So, das war viel, das war vielleicht auch wirr, aber alles ganz ausführlich zu schreiben würde hier den Rahmen sprengen. Das ist ein Überblick und wenn ihr Fragen habt, dürft ihr natürlich gern fragen.
Danke noch einmal.
Lauri <3