Sonntag, 1. November 2020

Ein neuer Herbst

 Ich schaue aus dem Fenster und sehe den zu Boden segelnden Blättern zu. 

Die Sonnenstrahlen lassen den Baumschmuck noch einmal in rötlichen und gelblichen Farben erstrahlen.

Ein Blick aus dem Fenster der mir so vertraut ist. 

Den ich kenne, seit ich 6 bin, seit ich 16 bin, seit ich 26 bin...

Sehnsucht und Hoffnungslosigkeit mischen sich in das herbstliche Farbspiel.

Immer noch sitzt die kleine Laura hier, im Körper einer...Erwachsenen.

Sehnsucht in meinen Augen nach meinem Papa, nach Liebe, nach Freude, nach Leben.

Tränen.

Da ist aber niemand. 

Da ist nur Einsamkeit.

Kein Partner, der die "Kleine" mal in den Arm nimmt, oder Hand in Hand mit ihr durch das Laub schlendert und dem Rascheln lauscht.

Keiner.

Der Wind streift durch die Äste, die Blätter tanzen. So schön. So tragisch. So schmerzhaft und melancholisch.

Es ist so still hier. Die Erinnerungen tun unendlich weh. Die Sehnsucht, wenn schon kein Partner da ist, nach dem Lebensende ist so groß. Der Wunsch, all das hinter mir zu lassen ist riesig.

Leben passiert einfach. Älter werden passiert einfach, auch wenn die Psyche nicht hinterher kommt.

Da ist mein Glaube. Der trägt. Immerhin.

Lauri <3

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