Sonntag, 18. September 2016

Verlassen

In ein paar Stunden muss ich aufstehen, mich fertig machen und dann beginnt ein neuer Lebensabschnitt. 
Mein Studium. 
Ich liege wach im Bett. 
Versuche zu schlafen, ernsthaft, doch dann kommen mir Gedanken und sie quälen mich fast zu Tränen.  
Auslöser ist eine "Freundin" die sich seit Wochen nicht meldet, obwohl sie es versprochen hat. 
Plötzlich stelle ich alles in Frage. 
Habe ich eigentlich Freunde? 
Diese Frage würde ich mit ja beantworten, denn sonst würde ich nicht feiern gehen, oder was trinken oder quatschen und so. 
Doch dann: Habe ich auch Freunde die sich sogar in den Zug für mich setzen würden und zu mir fahren würden, wenn es mir schlecht geht, oder noch weiter, würden sie mich in einer Klinik besuchen oder gar dort hin fahren, würden sie sich FREIWILLIG anbieten  (keine Angst, ich gehe in keine Klinik)? 
Plötzlich gerate ich heftig ins Grübeln. 
Wenigstens eine Person? 
Anfangs bin ich ruhig, doch mit jedem Namen mehr hinter den ich ein gedankliches "Nein"  setze, steigt Panik in mir auf. 
Schließlich die Erinnerung an die 12 jährige Freundschaft die 2009 zerbrach. 
Es wird mir bewusst, ich habe scheinbar keine RICHTIGEN Freunde. Nichtmal einen. 
Tränen steigen mir in die Augen - jetzt nicht weinen. Du brauchst die Kraft für morgen . 
Zweifel kommen hoch: bin ich so ein grässlicher Mensch? 
Würde ich nicht das selbe für meine Freunde tun? 
DOCH, WÜRDE ICH, DENN ICH HABE ES BEREITS. 
 Hier eine Freundin in eine Klinik gefahren, dort alles stehen und liegen lassen, in den Zug und zwei Stunden gefahren weil es ihr schlecht ging, da für jemanden etwas ausgegeben und dort ein gutes Wort eingelegt. 
Alles habe ich gern und ohne Hintergedanken getan. Ich habe nichts dafür gewollt, ich habe es einfach aus FREUNDSCHAFT getan. Ich würde es wieder tun! 
Und was ist mit mir? 
Wenn ich wenigstens wüsste was an mir so verkehrt ist, dass niemand so etwas für mich tun würde, dann könnte ich es ändern, aber ich weiß nichts und wenn ich frage, dann sind die Leute/ Freunde zufrieden mit mir. 
Es macht mich unfassbar traurig. 
Wenn mich eh niemand wahrnimmt möchte ich verschwinden. 
Heimlich. 
Still. 
Und leise. 
Weg von dieser Welt. Es tut mir leid, dass ich gehofft habe. Es tut mir leid, dass ich gelebt habe. Es tut unfassbar weh! 
Ich gebe auf. 
Ich verstehe das nicht. 

6 Kommentare:

  1. Ach Liebes... Ich hoffe du konntest trotz so dunkler Gedanken ein wenig Schlafen und Kraft tanken... Ich wünsch dir alles Gute für heute, Durchhaltevermögen und auch ein bisschen Motivation und Lust auf einen neuen Abschnitt. Und ein paar coole Studienkollegen :)
    Ich denk an dich,
    Liv

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  2. Es gibt viele Leute, die dich wahrnehmen und viele würden dich vermissen, das darfst du nie vergessen!

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  3. Man kann seinen Wert doch nicht an Facebook-Likes messen :o Facebook-Freunde haben mit der Realität nicht immer viel zu tun. Jeder ist mit jedem irgendwie befreundet, jeder liked tausende Sachen - habe ich gehört, mir ist dieser ganze Facebook-Hype zu blöde, deswegen bin ich da nicht angemeldet. Um ehrlich zu sein, interessiert es mich auch gar nicht, wann jemand einen Döner isst oder ihn dann wieder auskackt :D

    Ich habe dich zwar bisher noch nie persönlich getroffen, aber du bist mir ein sehr sympathischer Mensch. Warum sonst sollte ich dich fragen, wie es dir so geht, wenn ich längere Zeit nichts von dir gehört habe? Entfernungsbedingt und da jetzt dein Studium anfängt und mein Master, wird die Terminfindung sicherlich schwierig, aber ich würde mich gern irgendwann mal mit dir treffen :)

    Mach dich nicht kleiner, als du bist. Und mach deinen Wert auf keinen Fall an Facebook fest! Du bist ein wertvoller, toller Mensch und das lässt sich nicht daran messen, wie viele Leute deine Bilder mögen. ♥

    LG

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  4. Ach diese Gedanken kommen mir so bekannt vor. Mich quälen sie die letzte Zeit auch sooft. Vor allem abends. Und wenn sie einen erstmal eingenommen haben, lassen sie einen auch so schnell nicht mehr los. Bist du dir denn sicher, dass dich niemand in der Klinik besuchen oder zu dir kommen würde? Manchmal muss man sich nur ttauen um Hilfe zu bitten und wird positiv überrascht. An dir ist ganz sicher nichts verkehrt. Ich wünsche dir einen guten Studiumsstart und dass es dir hilft, dass es dir bald etwas besser geht. Pass auf dich auf.

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    1. Danke dass du versuchst mich aufzumuntern, aber ja, ich bin mir sicher, dass mich niemand besuchen würde. Ich habe kein Problem damit nach Hilfe zu fragen und ja, da bestätigt sich dann sowas :(

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  5. Doch leider machen die Tabletten dick denn die wirken sich auf den ganzen körper aus und lassen auch den blutdruck etc herunterfahren und man nimmt wasser zu, was bei mir schlecht ist da meine nieren nicht mehr arbeiten und mein körper von alleine das Wasser nicht abbauen kann :( Zudem möchte ich später Kinder und irgendwann mal Leben und Alkohol trinken das kann ich mit dem tabletten knicken, darf kein Auto fahren bzw wird es nicht empfohlen, man dürfte deswegen quasie nur im Büro arbeiten etc deswegen werde ich die Tabletten nicht nehmen.

    Das Deine Thera mit dem Zwiespalt gut umgehen kann klingt sehr gut genau so muss es sein und wie läuft dein Studium bis jetzt ? Kannst du da eigentlich zuhause wohnen bleiben ?

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