Montag, 19. Dezember 2016

Ein Jahr das ich vergessen möchte?

Hallo meine lieben Leser,

das Jahr dauert zwar noch ein paar Tage, aber gleichzeitig neigt es sich mit schnellen Schritten dem Ende entgegen.
In diesem Jahr ist so wahnsinnig viel passiert, dass ich nicht weiß ob ich lachen oder weinen soll:
  • Das Jahr begann mit Unsicherheit, weil ich einen Nebenjob finden musste
  • Durch den Stress folgte ein Rückfall in meine alten Verhaltensmuster, die ich durch die Klinik 2015 schon ganz gut im Griff hatte
  • Mein Studium begann
  • Ich wurde von meinen Cousins sehr verletzt und ausgegrenzt
  • Mein Opa erlitt einen Herzinfarkt, ist seither ein Pflegefall und meinr Oma geht es extrem schlecht deswegen (sie isst und trinkt nicht mehr richtig, sie gibt sich selbst auf), wir können nicht ständig vor Ort sein, weil sie 2 Stunden weit weg wohnen
  • Jemand aus meinem engen Familienkreis wird (wir haben es am Abend vor meiner OP erfahren) von seiner Ehefrau verlassen
  • Bei mir wurde ein "Tumor" diagnostiziert, doch zum Glück stellte sich heraus, dass es eine Zyste war - es folgten viele Untersuchungen, Todesängste, eine OP, einige Tage im Krankenhaus
  • Aufgrund der Sache in meinem engeren Familienkreis steht nun auch noch Weihnachten auf dem Spiel. Geplant war ein Urlaub im Center Parks mit 12 Familienmitgliedern (meine Großeltern können ja nun nicht mehr mitkommen), also mit eigentlich 10 Familienmitgliedern, doch das ist nun alles unklar.
Rückblickend finde ich das Jahr sehr heftig und es ist ja nur eines von vielen. Dieses Jahr gehört neben dem Tod meines Vaters 2009 mit zu den schlimmsten Jahren.
Ich bin traurig, dass so viele Schicksalsschläge eine Familie treffen, ABER ich bin dankbar für die Erkenntnisse die ich dadurch sammeln konnte.
Diese Zeiten stehen wir gemeinsam durch, als Familie, mit unserer Kirchengemeinde, mit GOTT.
Ja, es mag für den ein oder anderen lächerlich klingen, aber ohne Gott und seine Kraft wären wir in all den Jahren längst zerbrochen. Trotz der schlimmen Dinge haben wir nicht aufgehört fröhlich zu sein uns über Nichtigkeiten nicht mehr so aufzuregen, Menschen gutes zu tun, weil es zu wenig Freude auf dieser Welt gibt. Ich habe durch die letzten Wochen gelernt, dass ich es GUT habe. Ich habe eine Familie die mich unterstützt, ich habe ein schönes Zuhause, ich habe einen Studienplatz und Freunde, ich habe genug Geld, dass ich nicht jeden Cent drei mal umdrehen muss, ich habe gelernt dass das Leben JEDEN treffen kann und zwar hart und ich habe gelernt, dass ich mich dennoch freuen darf und sollte, denn Lachen und Fröhlichkeit verhelfen dem Körper zur Heilung.
Ich bin seit 1 1/2 Wochen aus dem Krankenhaus raus und laufe wieder rum, ich lache, ich nehme mich selbst nicht mehr so ernst, ich war beim Friseur, ich habe Geld ausgegeben obwohl es nicht nötig gewesen wäre, ich habe ein bisschen Alkohol getrunken, weil ich es wollte und ich habe entschieden, dass ich heute zum ersten Mal wieder zur Uni gehe - egal wie lange ich durchhalte, aber ich gehe hin.
Ich bin dankbar, dass ich Freude wieder empfinden kann. Ich bin dankbar, dass GOTT mein Leuchtturm mitten im Sturm ist. Wenn alles um mich herum zu zerbrechen scheint verspüre ich eine Ruhe, die mir zeigt, dass ER da ist, mich liebt und mich niemals alleine lässt.
Und DAS ist das WAHRE Weihnachten: 
"Welt ging verloren, Christ ist geboren!" 

Lauri <3

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