Dienstag, 21. März 2017

Tausend Meilen

Tausend Meilen liegen hinter mir und tausende noch vor mir.
Tausend Meilen sind so unfassbar viel und doch nur eine Zahl im Universum.
Über tausend Meilen habe ich mich verloren, verloren, völlig umsonst geboren.
Mein Sterbenswille ist nicht groß genug, der zum Leben aber auch nicht und so wanke ich weiter durchs Leben. Ich vegetiere, ich verzweifle und atme dennoch.

Ich bin noch da. Mein Körper sitzt auf diesem Stuhl, meine Hände tippen diese Zeilen, mein Wesen aber sehnt sich nach dem Himmel, nach dem Tod, nach keinen Schmerzen mehr.
Mein Wesen sehnt sich nach Freiheit und will nicht länger in diesem Stück Fleisch gefangen sein.
Mein Wesen und ich, wir sind nicht eins! 
Ich gehöre nicht zu diesem Körper!
Ich gehöre nicht hierher!

Tausend Meilen liegen hinter mir und wie viele noch davor?
Ich möchte keine Meile mehr gehen, ja nicht einmal mehr einen Schritt.
Meine Füße sind schwer, meine Augen sind müde, so lange irrte ich umher.
Ich habe gesucht und nicht gefunden, ich bin gelaufen und nie angekommen, ich habe gefragt und keine Antwort erhalten.

Tausend Meilen und noch mehr sind zu viel. Zu viel für eine kleine Mädchenseele.
Mein größter Wunsch ist leicht zu sein. Leicht sein soll mein letzter Tag auf dieser Erde sein.
Ich möchte sterben, weil ich zu leicht für diese schwere Welt war.

Tausend Meilen

Lauri <3 

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