Es fällt mir schwer meine Gedanken zu fassen und sie klar zu denken.
Es nimmt mich mit. Ich will nicht, dass mein Bruder leidet.
Wir verstehen uns seit 1 1/2 Jahren so gut wie noch nie in meinem Leben.
Mir bricht es das Herz, dass er traurig ist.
Hast du einen Menschen noch nie weinen sehen?
Dann stell ihn dir jetzt vor, wie er verzweifelt ist, seine Stimme zittert und Tränen laufen, weil er es sagt. Ich hab ihn nicht weinen sehen, aber seine Augen waren feucht. Er sagt, dass er traurig ist. Traurigkeit ist ein schweres Wort und genauso fühlt es sich an. Schwer, untragbar schwer.
Worum es geht? Seine Frau hat ihn von heute auf morgen verlassen und spricht seitdem nicht mehr mit ihm oder irgendwem. Es weiß also keiner was Sache ist.
Gestern ist er einfach zu ihr gefahren, auf gut Glück. Sie hat ihm gesagt, dass sie ihn nicht mehr sehen will und sie hat nen Freund (obwohl sie ja eigentlich noch verheiratet sind). Sie will sich die Tage um die Scheidung kümmern.
Mir tut das weh.
Lieber leide ich, als dass es meinem Bruder schlecht geht. Wenn ich wieder irgendwas körperliches habe, ist das schlimm und ich komme nicht klar, aber lieber ich als er. Wenn ich könnte, würde ich ihm seine Verzweiflung nehmen. Aber ich kann nicht. Also weine ich für ihn.
Ich mochte seine Frau. Sie kennt auch diesen Blog, nur weiß ich nicht ob sie ihn liest. Egal. Ich bin in Gedanken bei ihm und kann mich kaum konzentrieren. Es tut mir weh.
...
Lauri
Alles Liebe für deinen Bruder und dich!
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