...sind nun um.
Der Sommer endgültig vorbei, mal wieder, der Herbst ist da und der Winter hat auch schon an die Autoscheiben geklopft.
Drei Wochen in meinem neuen Job sind um. Ich bin froh, dass sie um sind.
Mir macht das alles zwar irgendwie Spaß, aber ich bin so unfassbar schnell überfordert und den Tränen nahe, wenn eine neue Aufgabe dazu kommt.
Ich bin froh, wenn die Zeit schnell vergeht und ich dieses Anerkennungsjahr so gut wie möglich überstehe.
Die Zeilen zum Thema Arbeit werden kürzer, denn die Gedanken um mich selbst werden größer.
Die Essstörung hat meinen Kopf wieder sehr vereinnahmt.
Manchmal so sehr, dass ich dumme Dinge tue, weil ich nicht mehr denken kann. Sie hat mich so sehr in ihren Fängen, dass ich wieder einmal frierend in Jacken und Decken gehüllt auf dem Sofa sitze und mein letztes Obst esse, was ich mir für den Tag zurechtgelegt habe, oder die andere abgewogene Hälfte des Winterjoghurts von gestern.
250gr Joghurt? Einfach so? Nein!
Der Joghurt gleicht fast einer Mahlzeit und so kann ich 125gr. für morgen übrig lassen.
Diese großen Joghurts triggern mich, weil ich manchmal auf die Idee komme, ein Joghurt könne für ein ganzes Wochenende ausreichend sein.
Aber zum Glück weiß ich der ES soweit Einhalt zu gebieten, dass ich eine Mindestkalorienmenge esse.
Ich weiß nicht, ob ich schon dünn genug bin, denn ich habe mich seit Monaten nicht gewogen.
Ich merke nur, dass meine eigentlich engen Hosen schlabbern und das Maßband einen immer kleineren Umfang zeigt. Aber das will nichts heißen.
Meine Haare hängen trist an meinem Kopf herunter, meine Augen sehen leer aus, mein Gesicht - unrein. Insgesamt finde ich mich nicht schön und das ist immer in der Zeit, wo ich zu wenig Nährstoffe zu mir nehme. Ja, ich finde mein fahles Gesicht und meine blauen Fingerspitzen nicht schön, aber genausowenig schön finde ich mich, wenn ich wieder zunehme.
Es ist ein Dilemma.
Ich trinke schwarzen Kaffee und nehme Atosil (eine Tablette) um die Nacht durchschlafen zu können und nicht vom quälenden Hunger geweckt zu werden.
Ich mag, wenn der Magen leer ist, aber Hunger, diesen tiefen, schmerzenden, dröhnenden Hunger mag ich nicht.
Ich warte einfach mal weiter was passiert, was mit mir passiert. Irgendwann und irgendwo wird es ein Ende geben. Das gab es bisher immer.
<3
Ein Jahr geht schneller um, als du denkst. Das wirkt jetzt am Anfang natürlich noch nicht so. Aber wenn der Winter erstmal vorbei ist, so geht es mir jedenfalls, dann geht auch die Zeit wieder schneller. Vielleicht kannst du wenigstens ein paar Vitamine über Nahrungsergänzungsmittel oder so zu dir nehmen? Nicht ideal, aber vielleicht besser als nichts... Ich hoffe natürlich, dass es besser wird und du wieder ein bisschen essen kannst, vor allem bei der Kälte.
AntwortenLöschenAlles Liebe <3