An meiner verzwickten Situation hat sich ein wenig was getan.
Naja, eigentlich noch nichts und doch ein wenig.
Ich habe heute mit meiner Chefin gesprochen.
So gestresst sie manchmal ist und so nervig ihre Sprüche manchmal sind,
so nett kann sie aber auch sein.
Auf irgendeine Art liebevoll, mutmachend.
Ich habe ihr gesagt, dass mich der Job belastet und ich nicht weiß, ob ich das ein Jahr aushalten kann.
Sie meinte, ich soll versuchen mich durchzubeißen. Sie traut es mir zu. Im Praktikantenstatus kann ich auch nichts falsch machen, ich soll es als Erfahrung ansehen und kann nach dem Jahr immer noch machen was ich will.
Aber, wenn es gar nicht mehr geht, dann soll ich ihr rechtzeitig bescheid sagen.
Obwohl sich an meiner Lage erst mal nichts geändert hat, bin ich froh es angesprochen zu haben. Ihre Worte waren ein wenig Balsam für meine tief schwarze und verzweifelte, todessehnsüchtige Seele.
Ein wenig seelisch in den Arm genommen, so fühlt es sich an.
Ich habe ja nun auch meine Stunden reduziert und ich denke, dass mir das gut tut.
Ich werde es auf jeden, jeden Fall versuchen.
Am 15. habe ich schon 3 Monate geschafft!
Das klingt, wenn man bedenkt, dass ich 15 Monate (aufgrund der Studenreduzierung) machen muss, erst mal nicht viel. Aber für mich ist jeder Tag, jede Woche, jeder geschaffte Monat ein riesen Erfolg! Und zu jedem Monatsende werde ich mir eine Kleinigkeit gönnen.
Vielleicht ein neues Parfum, mal etwas Seelenfutter, mal ein neues gut duftendes Duschgel (hast du noch eine Belohnungsidee?).
Ich bin nicht alleine.
Ich habe ein gutes Helfernetzwerk und kann mich jederzeit krankschreiben lassen.
Und nun versuche ich wieder etwas mehr zu leben.
Es ist Tag 7 in diesem Monat und bisher gab es noch nicht einen einzigen Tag ohne Tränen.
Auch heute nicht. Aber vielleicht morgen.
Vielleicht darf meine Seele mal wieder ein wenig Sonne tanken, ein wenig Freude schmecken, ein wenig Abstand von Ängsten und Suizidgedanken nehmen.
Vielleicht.
Ich versuche es. Ich fühle mich so schwach, aber ich gebe noch nicht auf. Erst wenn mein Körper mehr hat, als "nur" diese Magenschmerzen (die, seit ich wieder arbeite, wieder da sind).
Bis dahin gehe ich weiter, Stunde für Stunde, Tag für Tag.
Und da ist einer, da oben, der immer mit mir geht und mich nie alleine lässt.
Das spüre ich jetzt in diesem Moment.
Lauri <3
Als Belohnungsidee: Ich belohne mich gern mit Duftkerzen, guter Seife ausm Bioladen, mal ins Kino gehen, oder Konzerte(da gibts im kirchlichen Umfeld viel Auswahl die nicht teuer oder kostenlos sind.
AntwortenLöschenIch bete für dich!
Danke für deine Ideen.
LöschenIch bete auch für dich!
<3
Hey, ich danke dir für deine Kommentare vom August letzten Jahres. Furchtbar, dass ich jetzt erst antworten kann.
AntwortenLöschenIch möchte auch gern dieses Gefühl wieder haben, was Blogger einst auslöste. Irgendwie schwierig mit all dem Privatleben und wenn ich jetzt ein halbes Jahr gebraucht habe, um dir zu schreiben... Ohje. Nun denn, was die Freundschaften angeht hast du Recht. Man muss Raum für VEränderungen schaffen. Ich drück dich!
..achso und die Shoutbox, die habe ich online gefunden. Ich glaube, wenn es das bei Google eingibst, dann kommt da eine Seite mit einem Link, den du dann bei Blogger einfügen können müsstest.. :D
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