Dienstag, 27. August 2019

So viel zu viel

Hallo meine Lieben,

es ist so viel los im Moment. 
So viel. 
So vieles ängstigt und verunsichert mich. 
So vieles lässt mich weinen und zweifeln, manchmal verzweifeln und doch geht es weiter, 
immer weiter...
Und ich stehe noch, ich lebe noch.
Meinem Magen geht es mal besser und mal schlechter, die Essstörung hat das genutzt und zwingt mich zum Sport, den ich kaum noch ausführen kann, weil ich so schwach bin.
So müde, so hungrig und gleichzeitig so satt von allem.
Ich will nicht mehr gegen den Essdrang in meinem Kopf ankämpfen, 
am liebsten würde ich essen, aber dann würde ich alles wieder zunehmen, 
was ich so mühsam und mit schlaflosen Nächten bezahlt, abgenommen habe.
Weil mich der Hunger quält und er gefühlt immer stärker wird.
Aber eigentlich ist mir übel.
Eigentlich will ich verschwinden.
Eigentlich will ich keine Verantwortung übernehmen.

Da ist so viel Chaos, im Innen und im Außen.
Morgen habe ich meine mündliche Abschlussprüfung, Freitag ein Bewerbungsgespräch und am Abend meine Entlassungsfeier (vorausgesetzt ich bestehe die Prüfung morgen) und Montag beginnt mein Job, für den ich mich erst mal entschieden habe.

Ist es erstaunlich, dass Magenschmerzen, Übelkeit und Essstörung jetzt so stark werden?
Möglicherweise hängt das alles zusammen.
Möglicherweise auch nicht.
Seien wir ehrlich: Ich habe Angst, dass die Magenprobleme weggehen und ich wieder esse was ich will und alles wieder zu viel ist und ich wieder zunehme. Ich will das nicht schon wieder erleben. Nicht schon wieder zunehmen und dabei braucht mein Körper die Nährstoffe doch so sehr.

Du Miststück! Du blödes Miststück, Essstörung!
Du bist so süß und gleichzeitig so hart, unbarmherzig und bitter.
Meine Gedanken sind dir seit Jahr und Tag verfallen.
Jetzt wieder so stark. Du zeigst deine Macht und ich nehme deine Hand. 
Ich habe dich wieder in mein Leben gelassen unter dem Deckmantel der Magenschmerzen. 
Dir gefällt das.
Ich hasse die Magenschmerzen und die Übelkeit, aber ich liebe das was du aus mir machst. 
Du bittersüßes Pech.
Und wenn die Magenschmerzen weg sind, bist du trotzdem da und bestimmst, 
dass ich nicht mehr essen darf. 
Und ich glaube dir, auch wenn ich weiß, dass es dumm ist.
Und ich glaube dir trotzdem, weil ich denke, dass es mir gut tut und ich weiß ich werde auf die Nase fallen und irgendwann wieder zunehmen. 
Vielleicht schon morgen, in ein paar Tagen oder Wochen.
Du bittersüßes Pech.
Du zerstörst mich und ich habe Angst um meinen Körper.
Aber ich habe auch Angst um mein Gewicht. 

Lauri <3

3 Kommentare:

  1. Als ich mich für den Schritt in die Selbstständigkeit entschieden habe, hatte ich ein paar Wochen vorher auch körperliche Symptome und was mit dem Magen, ohne dass etwas gefunden werden konnte. Vielleicht ist das wirklich der innere Umbruch, der ganzheitlich belastet. Als dann alles vorbei war, ich meinen letzten Arbeitstag gehabt hatte und Urlaub gemacht hab, war alles weg... Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen, dass dein Körper besser behandelt werden möchte... Ich wünsche dir, dass du der Essstörung ab und zu etwas entgegen setzen kannst. Das ist jedes Mal ein Schritt von ihr weg. <3

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  2. Bei mir reicht meistens 1 MCP Tablette vor dem Frühstück & meine Beschwerden verschwinden für ein paar Tage. Also ich nehme die nicht hinter einander, wirklich nur dann wenn es gar nicht anders geht.
    Ich denke das dein Körper dir zeigen möchte das etwas nicht stimmt egal ob psychisch oder physisch. Vielleicht brauchst du im Moment viel Selbstfürsorge, Achtsamkeit & Ruhe.
    Bist du eigentlich in Therapie? Manchmal hilft es auch mit jemanden zu reden der eine andere Sicht auf die Dinge hat.
    Hoffentlich geht es dir die nächsten Tage wenigstens etwas besser & du kannst mal durchatmen. <3

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